Das Mindestalter für das Jails sind 18 Jahre. Ein Alter, in dem alle wissen sollten, was sie tun.

Wer Sex praktiziert, sollte sich darüber im Klaren sein, dass man sich jederzeit etwas „einfangen“ kann. Das gilt sowohl zuhause, als auch in der Sauna, als auch im Darkroom.

Uns ist wichtig, dass du jederzeit weißt, auf was du dich einlässt, und wie weit du gehen möchtest. Aus diesem Grund gibt es im Jails jederzeit so viel Gleitgel und Kondome, wie du benötigst. Du findest alles, was du benötigst, kostenlos an der Bar.

Trotzdem werden wir nicht den Finger mahnend erheben, wenn unsere Gäste Bareback-Sex (also ohne Kondom) praktizieren möchten. Die Gründe für Bareback-Sex sind meistens vielschichtig und gehen in der Regel auch nur die jeweiligen beiden Sexpartner was an.

Safer Sex – nur mit Gummi?

Wer sich heutzutage vor HIV und anderen Geschlechtskrankheiten schützen möchte, hat im Prinzip drei Strategien, die er beliebig kombinieren kann:

Das Kondom ist immer noch eines der besten und am einfachsten verfügbaren Schutzmöglichkeiten (und schützt auch am ehesten vor anderen Geschlechtskrankheiten wie Tripper oder Syphilis). In Verbindung mit ausreichend Gleitgel bietet es einfach und schnell Schutz.

Kennt man sein Gegenüber etwas besser, und ist genug Vertrauen da, ist vielleicht Schutz durch Therapie eine geeignete Strategie. Ist ein HIV-positiver Mensch medikamentös eingestellt, und ist seine Viruslast im nicht mehr nachweisbaren Wert, besteht keine Infektionsgefahr für sein (ggf. HIV-negatives) Gegenüber.

Eine neue, aber ebenfalls sehr gut geeignete Alternative, sich vor HIV zu schützen, ist die Prä-Expositionsprophylaxe, kurz PrEP. Hierbei nehmen HIV-negative Personen Medikamente, um sich vor einer HIV-Infektion zu schützen. Der Wirkungsgrad ist dabei bei regelmäßiger Einnahme ungefähr dem von Kondomen, also sehr sicher.

 

Wenn’s doch mal passiert – PEP

Solltest du im Eifer des Gefechts in eine Risikosituation kommen: Keine Panik! Sollte einmal das Gummi reißen, oder du es sogar vergessen haben, gibt es immer noch die Möglichkeit einer Post-Expositionsprophylaxe, kurz PEP. Solltest du z.B. von deinem Gegenüber wissen, dass er positiv ist und noch eine hohe Virenlast in sich trägt, solltest du dich schnellstmöglich an eine nahegelegene Klinik wenden, die die PEP anbietet. In Mannheim ist dies das Universitätsklinikum Mannheim (Notaufnahme & Infektionsstation 11.2).

 

 

Und weiter?

Solltest du noch Fragen haben, wende dich am besten an KOSI.MA (Kompetenzzentrum zu sexuell übertragbaren Krankheiten Mannheim). Neben allgemeinen Informationen zu HIV und anderen Geschlechtskrankheiten gibt es dort auch monatlich die Möglichkeit, sich auf die wichtigsten Infektionen testen zu lassen. Für sexuell aktive Männer sollte das einmal im Jahr passieren, bei mehr als 10 Geschlechtspartnern im Jahr sogar häufiger.